ZINK, ein wahrer Tausendsassa!
von Mag. Barbara Strobl | Mittwoch, 07. September 2011
Stärkt das Immunsystem, besonders wichtig in der kalten Jahreszeit.
In zahlreichen Untersuchungen wurde festgestellt, dass Zink für das Funktionieren des Immunsystems sehr wichtig ist. Kommt es dort zu einem Ungleichgewicht, dann kann das zu einer erhöhten Infektanfälligkeit führen, aber auch zu Allergien oder Autoimmunerkrankungen (dies ist in der Medizin ein Überbegriff für Krankheiten, deren Ursache eine überschießende Reaktion des Immunsystems gegen körpereigenes Gewebe ist. Irrtümlicherweise erkennt das Immunsystem körpereigenes Gewebe als zu bekämpfenden Fremdkörper. Dadurch kommt es zu schweren Entzündungsreaktionen, die zu Schäden an den betroffenen Organen führen.).
Nehme ich denn mit meiner täglichen Nahrung nicht genug Zink auf?
Nun, Zink ist in vielen Nahrungsmitteln enthalten wie z.B. Leber, Fleisch, Käse und Haferflocken, jedoch wären zur Abdeckung des Tagesbedarfs an Zink, der bei 7-10 mg liegt, 25 Esslöffel Haferflocken oder 290g Tilsiter nötig!
Wie bemerke ich einen Zinkmangel?
Dafür gibt es eine ganze Reihe von Anzeichen:
- Erhöhte Infektanfälligkeit
- Haarausfall, brüchige Fingernägel, trockene spröde Haut
- Verschlechterte Wundheilung
- Schlechtes Nachtsehvermögen
- Gewichtsverlust, Wachstumsstörungen
- Depressive Verstimmungen
- Geschmacks- und Geruchsveränderungen
Was macht Zink so wertvoll für unsere Abwehrkräfte?
Zink wirkt nicht nur immunstimulierend, also anregend für unsere Abwehrkräfte, sondern auch antiviral. Es hemmt die Aktivität von Herpes- und Rhinoviren und wird durch seine schleimhautabschwellende Wirkung häufig in der Behandlung von Mittelohrentzündung, Angina und Nebenhöhlenentzündung eingesetzt.
Zink in der Dermatologie
Eine ebenso große Bedeutung hat Zink in der Wundheilung. Zinksalben und -verbände werden schon sehr lange angewendet, in den letzten Jahren wird Zink aber auch in Form von Tabletten zur Behandlung von offenen Geschwüren und wundgelegenen Patienten empfohlen.
Die verzögerte Wundheilung bei Diabetikern steht auch in indirektem Zusammenhang mit einem Zinkmangel, da diese über den Urin sehr viel Zink ausscheiden.
Weitere Einsatzgebiete für diesen Tausendsassa sind die Aknebehandlung und die Therapie von Haarausfall.
Abschließend sei noch erwähnt, dass vor allem Leute, die Entwässerungsmittel oder Blutdruckmittel mit einem entwässernden Wirkstoff einnehmen, auf ihre Zinkzufuhr achten sollten, weil sie genauso wie Sportler oder Menschen, die viel schwitzen, zu Zinkmangel neigen.
Wie nehme ich Zink am besten ein?
Es gibt sehr gute Lutschtabletten mit Himbeergeschmack, von denen Erwachsene 2 pro Tag einnehmen, Kinder ab 5 Jahren 1 Tablette pro Tag. Eine Behandlung von 6-8 Wochen ist auf alle Fälle anzuraten. Und dann werden Sie am eigenen Leib spüren, was dieser Tausendsassa kann!
Tags: Beratung, Ernährung, Immunsystem
Waren diese Informationen hilfreich?
Mag. Barbara Strobl freut sich auf Ihre Nachricht!
Schreiben Sie an b.Strobl@apotheke-st-martin.at.
Hier finden Sie mehr von Mag. Barbara Strobl
